Aktienanalyse:
Software AG geht durch die Decke

Aktuelle Analyse der Software AG Aktie

Die Software AG unterstützt die digitale Transformation von Unternehmen. Mit der Digital Business Platform können Unternehmen besser mit Kunden interagieren, ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln und neue Marktpotenziale erschließen.

Das große Bild

Die Aktie ist ein langfristiger Underperformer und notiert heute auf dem Niveau von 2000 oder auch 2010.
Das ist natürlich kein gutes Zeichen und hat fundamentale Gründe.

Der Umsatz ist seit Jahren rückläufig und der Gewinn stagniert weitgehend. Derartige Aktien müssen spottbillig sein, sonst lohnt sich ein Investment nicht.
Oder aber das Geschäft hat sich gewandelt und entwickelt sich nachhaltig besser. Wir werden prüfen, ob das der Fall ist.

Zahlen lösen Kursfeuerwerk aus

Wie bereits in der letzten Analyse muss ich vorab die Investor-Relations-Arbeit der Software AG kritisieren.
In jedem Quartal präsentiert man auf der IR Startseite plakativ gute Einzelkennzahlen. Im letzten Quartal war es beispielsweise die gute Entwicklung im Cloud-Segment. Auf Konzernebene ist der Bereich aber winzig und daher ist es für Anleger sicherlich nicht die wichtigste Information.
In diesem Quartal war der Umsatz im Cloud-Segment rückläufig, also prangt einen eben eine andere Zahl an.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte der Umsatz um 6% auf 635,6 Mio. Euro gesteigert werden.
Das Ergebnis kletterte aber lediglich um 3% auf 1,71 Euro je Aktie.

Der Ausblick wurde bestätigt. Begeisterung lösen die Zahlen bei mir nicht aus, im Vergleich zu den Vorjahren läuft das Geschäft aktuell aber relativ gut.

Die größten Pluspunkte sammelt das Unternehmen in Sachen Planbarkeit und Cashflow.
Zuletzt lag der Anteil der wiederkehrenden Umsätze bei 82%. Der freie Cashflow war in den ersten drei Quartalen zwar rückläufig, mit 102,9 Mio. Euro aber dennoch erheblich.

Software AG kommt derzeit auf ein KGV von 13,3 und ein KGVe von 12,7. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 18,7.
Da es aktuell relativ gut läuft, wäre also durchaus Luft vorhanden. Spottbillig ist die Aktie allerdings nicht.

Das würde wirklich helfen

Den größten Mehrwert für Anleger würden wohl Aktienrückkäufe schaffen. Auf dieses Instrument hat das Unternehmen bereits in der Vergangenheit zurückgegriffen und sollte es auch jetzt tun.

Bei 518,9 Mio. Euro an Barmitteln und einer Netto-Cash-Position von 178,4 Mio. Euro hätte man nun wahrlich das nötige Kleingeld.
Darüber hinaus lag der freie Cashflow zuletzt bei 185 Mio. Euro.

Der Börsenwert liegt derzeit bei 2,2 Mrd. Euro und dementsprechend könnte man zeitnah 10% oder mehr der eigenen Aktien zurückkaufen. Das würde das EPS natürlich deutlich verbessern.

Gerade bei Unternehmen mit wiederkehrenden Einnahmen, einem planbaren Cashflow und geringem Kapitalbedarf, sind Buybacks besonders aussichtsreich.

Chart

Software AG hat den Abwärtstrend überwunden, einen Boden ausgebildet und ein Kaufsignal generiert.

Solange sich die Aktie über 29 Euro halten kann, ist eine direkte Fortsetzung der Aufwärtsbewegung denkbar. Mögliche Kursziele liegen bei 30 sowie 32 und 34 – 35 Euro.

Unter 29 Euro muss ein Rücksetzer in Richtung in den Bereich 26,50 – 27,50 Euro eingeplant werden. Dort bieten sich antizyklische Käufe an. Dort wäre das CRV für einen Trade sehr attraktiv.

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Chart vom 22.10.2019 Kurs: 29,33 Kürzel: SOW - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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