Börsenblick

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Aktienanalyse:
Siemens: Das Gap ist fast zu – und jetzt?

Aktuelle Analyse der Siemens Aktie

Steigender Umsatz, steigender Auftragseingang, aber ein von den Siemens am 30.9. endenden Geschäftsjahres. Diagnose: Margendruck. Seitens des Konzerns wurde das mit „wir wollen uns nicht an Margen unter zehn Prozent gewöhnen“ kommentiert. Aber wollen kann man viel, erst einmal müsste es eben auch gelingen, wieder bessere Preise zu erzielen.

Die Analysten senkten ob dieser Bilanz scharenweise den Daumen, die Aktie eröffnete als Reaktion auf diese Enttäuschung am 11. August mit einem massiven Abwärts-Gap und fiel bis Mitte August weiter. Am 15. August wurde ein Tief von 84,42 Euro erreicht. Und gestern wurde das Abwärts-Gap vom 1. August fast geschlossen. Auf Basis von …?

Auf Basis von gar nichts. Wie das in Kürze endende, letzte Quartal von Siemens‘ Geschäftsjahr gelaufen ist, weiß man noch nicht. Die Konjunkturlage hat sich weltweit nicht aufgehellt. Einzig die Hoffnung treibt die Kurse. Am Gesamtmarkt … und auch bei Siemens. Die Hoffnung und, das darf man vermuten, die großen Trader am Terminmarkt. Denn die dürften sich jetzt die Hände reiben. Grund:

Expertenmeinung: Bis zur Options-Abrechnung Mitte August war die Aktie ja gefallen wie ein Stein. Dementsprechend dürften nicht wenige Marktteilnehmer auf der Short-Seite agiert haben. Eine miese Bilanz, ein verfahrener Handelskrieg, eine steigende Wahrscheinlichkeit für einen harten BrExit und ernüchternde europäische Konjunkturdaten: Vom Umstand abgesehen, dass die Aktie nach diesem zwei Wochen währenden Selloff kurzfristig überverkauft war, sprach nichts für eine Aufwärtswende. Und schon gar nicht für eine, die die Reaktion auf eine schwache Bilanz komplett egalisieren würde. Dementsprechend wurden jetzt diejenigen, die damals mit Laufzeit September in Optionen Short gingen, komplett auf dem falschen Fuß erwischt.

Solche Short-Optionen dürften mehrheitlich Basispreise unter dem Ausgangspunkt des Abverkaufs bei 99 Euro gehabt haben und damit jetzt wertlos verfallen. Das bedeutet für die Verkäufer diese Optionen, die sogenannten „Stillhalter“, einen idealen Profit. Und da es sich bei Stillhaltern oft um die ganz großen Akteure an der Terminbörse handelt, sind die durchaus imstande, eine solche, für sie ideale Rallye mit anzuschieben. Aber das Ziel ist heute erreicht, die September-Optionen laufen aus. Wie weiter?

Mit dem gestrigen Schlusskurs von 97,47 Euro ist das bis 99 Euro reichende Gap vom 1. August fast geschlossen. Siemens ist dadurch an die Juni-Abwärtstrendlinie herangelaufen. Und die wichtige 200-Tage-Linie wartet mit 98,77 Euro in etwa auf Höhe der oberen Begrenzung dieses Gaps, während kurzfristigere markttechnische technische Indikatoren wie der hier eingeblendete Stochastik-Oszillator überkauft sind.

Ein signifikanter Ausbruch nach oben durch Schlusskurse über 100 Euro ist nicht unmöglich. Aber solange das nicht gelungen ist, sollte man einkalkulieren, dass die Siemens-Aktie für die kommenden Wochen ebenso eine Überraschung für die dem kurzfristigen Trend folgenden Anleger bereithielte, wie das durch die Rallye der vergangenen Wochen der Fall war.

Chart vom 19.09.2019, Kurs 97,47 Euro, Kürzel SIE | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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