Aktienanalyse:
SAF Holland schmiert ab. So verärgert man Anleger

Aktuelle Analyse der SAF Holland Aktie

SAF Holland ist ein Nutzfahrzeugzulieferer und weltweit führender Hersteller von Systemen und Komponenten für die Auflieger- und Anhänger-, Lkw-, Bus- und Campingfahrzeugindustrie.

Hiobsbotschaft

Der Automobil- und Nutzfahrzeug-Sektor steht bereits seit Monaten unter Druck. Man könnte also meinen, dass sich Anleger an die Hiobsbotschaften der Branche gewöhnt haben.
Mit Blick auf das Kursminus bei SAF Holland, scheint es wohl doch nicht so zu sein.
Aktuell notiert die Aktie mehr als 20% im Minus.

Das hat wahrscheinlich auch mit der Art und Weise zu tun, wie das Unternehmen kommuniziert.

Vor wenigen Wochen legte SAF Holland die Halbjahreszahlen vor. Der Umsatz stieg um 8,6% auf 695,5 Mio. Euro.
Das Ergebnis sankt zwar von 0,48 auf 0,45 Euro je Aktie, doch im Vergleich zu vielen Konkurrenten schienen die Zahlen erfreulich.

Hätte man die Zahlen aber genau untersucht, hätte sich das Bild bereits damals relativiert.

Das organische Wachstum tendierte nämlich gegen null. Darüber hinaus wirkte das Ergebnis durch positive Währungseffekte deutlich besser, als es wirklich war.

Kommunikation fehlgeschlagen

Der eigentliche Knackpunkt ist aber, wie bereits angesprochen, die Art und Weise der Kommunikation.

Vor wenigen Wochen wurde der Ausblick für das Gesamtjahr noch bestätigt. SAF Holland erwartete weiterhin ein Umsatzwachstum von 4-5% und eine bereinigte EBIT-Marge von 7 – 8%.

Es schien, als könnte sich SAF Holland dem Branchentrend entziehen.

Jetzt musste man ganz erheblich zurückrudern und das nur wenige Wochen später. SAF erwartet nun eine Umsatzentwicklung zwischen 0 und minus 3% und eine bereinigte EBIT-Marge von 6 – 6,5%

Das bedeutet im Klartext folgendes: Da der Umsatz im ersten Halbjahr noch um 8,6% gestiegen ist, erwartet man im zweiten Halbjahr einem Umsatzeinbruch.
Anders kommt man nicht auf 0 oder weniger.

Gleiches gilt für den Gewinn, der dürfte in den kommenden beiden Quartalen sicherlich weit unter dem Wert des ersten Halbjahres von 0,45 Euro je Aktie liegen.

Ausblick und Bewertung

Daher dürften zeitnah zahlreiche Revisionen folgen, denn die bisherigen Prognosen sind hinfällig.

Bisher ist der Markt von einem Anstieg des Gewinns von 1,06 auf 1,24 Euro je Aktie ausgegangen.
Jetzt muss man einen Gewinneinbruch auf 0,90 Euro je Aktie oder weniger erwarten.

Auf dieser Basis kommt SAF Holland auf ein KGVe von bestenfalls 7,9.

Das ist sicherlich nicht viel, denn in den letzten Jahren lag der Wert quasi durchweg über 10.
Um die Situation richtig einschätzen zu können, müssen wir sie aber in einen größeren Kontext stellen.

Das sollte man wissen

Die Zulieferer-Branche steht vor enormen Herausforderungen, nicht nur konjunkturell, sondern ganz grundsätzlich. Daher hatte ich immer wieder vor Aktien aus dem Sektor gewarnt.

Die Community auf Guidants kann ein Lied davon singen. Dort folgen mir mehr als 6.000 Trader & Investoren.

Darüber hinaus wirkt die langfristige Geschäftsentwicklung von SAF Holland auch nur auf den ersten Blick erfreulich. Der Umsatz hat sich in den letzten zehn Jahren ungefähr verdreifacht.
Die Zahl der Aktien legte aber auch um nahezu um den Faktor 2,5 zu.
Der Umsatz je Aktie ist also kaum gestiegen, der Gewinn stagniert seit Jahren weitgehend.

Darüber hinaus hatten all die Kapitalerhöhungen keinerlei positiven Effekt auf den Cashflow. Genau aus diesem Grund notiert die Aktie heute auch unter dem Ausgabepreis von 2007. Für mich ein klares K.O.-Kriterium.

Weitere Gefahren bringen die erheblichen Schulden mit sich, zuletzt lagen die Nettoverpflichtungen bei 247,6 Mio. Euro.
Es fehlt nicht mehr viel und die Schulden übersteigen den Börsenwert.

Eine Berechnung des EV/FCF ist nicht möglich, denn der freie Cashflow war zuletzt negativ.
Eine Kaufempfehlung kann daher keinesfalls ausgesprochen werden.

Charttechnik

SAF Holland hat den langfristigen Aufwärtstrend bereits seit Monaten verlassen. Die Bären sind am Ruder.

Mit dem heutigen Kurssturz wurde darüber hinaus auch die zentrale Unterstützung bei 8 – 9 Euro durchbrochen und ein bedeutendes Verkaufssignal ausgelöst.

Das erste Kursziel bei 7 Euro wurde bereits erreicht. Darunter wäre grundsätzlich der Weg in Richtung 6 Euro frei.
Man könnte durchaus auch Kursziele bei 4 – 5 Euro ableiten.

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