Aktienanalyse:
Pfeiffer Vacuum: Ignorieren, bis es nicht mehr geht

Aktuelle Analyse der Pfeiffer Vacuum Technology Aktie

Pfeiffer Vacuum ist einer der weltweiten Marktführer im Bereich Vakuumtechnik. Das Leistungsspektrum umfasst Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Komponenten und Systemen zur Vakuumerzeugung, -messung und -analyse.

Es geht wieder los

Die Berichtssaison hat noch gar nicht begonnen, doch bereits im Vorfeld scheint sich das Spiel des letzten Quartals zu wiederholen.

Es hagelt wieder eine gekappte Prognose nach der anderen. In dieser Woche hat es unter anderem Deutz und SAF Holland getroffen. Heute ist Pfeiffer Vacuum an der Reihe.
Es scheint so, als würde sich dieses Quartal nahtlos in das letzte einreihen.

Wirklich zu beeindrucken scheint das aber niemanden.
Am Aktienmarkt werden Probleme gerne ignoriert, bis es eben nicht mehr geht.

Zurück zu den alten Problemen?

Langfristig sieht es bei Pfeiffer Vacuum nicht schlecht aus. Unternehmen und Aktie gehören nicht zu den übergeordneten Verlierern, die man grundsätzlich meiden sollte.

Doch zwischenzeitlich hatte man auch Probleme. Von 2011 bis 2014 waren Umsatz und Gewinn rückläufig. Das Unternehmen hatte zu kämpfen.

Seitdem schien es allerdings, als hätte sich das Blatt gewendet. Der Umsatz kletterte in wenigen Jahren von 407 auf 660 Mio. Euro und erreichte im Vorjahr ein Rekordniveau.

Der Gewinn stieg im selben Zeitraum von 3,29 auf 6,98 Euro je Aktie, ebenfalls ein Rekordwert.

Das führte zeitweise zu einer regelrechten Euphorie und die Aktie verdoppelte sich in wenigen Monaten.

Wie immer extrapolierten Anleger die damals gute Geschäftslage in die Zukunft und zahlten ein zu hohes KGV. Ich kann nur immer wieder davor warnen, das zu tun.

Das Ende ist immer dasselbe. Es folgt eine unausweichliche Korrektur und teilweise heftige Kursverluste.
In diesem Fall stürzte die Aktie von 175 Euro auf 103 Euro ab.

Im laufenden Geschäftsjahr entwickelt sich das Geschäft wieder schleppend, daher sind die Sorgen groß. Droht eine ähnlich schlechte Entwicklung wie 2011 bis 2014?

Das ist aktuell schwer zu beantworten, Warnsignale findet man aber.

Warnsignale?

Im ersten Halbjahr ist der Umsatz um 8,0% auf 311 Mio. Euro gesunken. Das Ergebnis ist sogar um 32% auf 2,36 Euro je Aktie eingebrochen.

Diese Zahlen wurden Anfang August vorgelegt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar: Jetzt wird es problematisch.

Doch wie reagierten Anleger darauf? Am Tag der Veröffentlichung gab die Pfeiffer-Vacuum-Aktie nach. Dann wurde wieder freudig gekauft und die Aktie kletterte von 115 auf 150 Euro.
Es ist wirklich erstaunlich und kommt in dieser Art und Weise auch nicht oft vor.

Wie immer: Am Aktienmarkt werden Probleme ignoriert, bis es eben nicht mehr geht.

Prognose gekappt

Seitdem hat sich die Lage deutlich verschlechtert und dementsprechend müsste die Aktie eigentlich unter dem damaligen Kurs von 115 Euro notieren.
Es gibt schließlich keinen logischen Grund dafür, heute mehr für eine Aktie zu zahlen, obwohl sich die Rahmenbedingungen und das Geschäft eingetrübt haben.

Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde von 640 – 660 Mio. Euro auf 620 – 640 Mio. Euro gesenkt.
Die EBIT -Marge dürfte nun bei 10 statt 11 – 14% liegen.

Das bedeutet im Klartext, dass Umsatz und Gewinn auf Jahressicht stark rückläufig sein werden. Der Betriebsgewinn dürfte demnach von 95,1 auf circa 63 Mio. Euro einbrechen.

Bisher wurde von einem Rückgang des Gewinns von 6,98 auf 5,85 Euro je Aktie ausgegangen. Die aktuelle Prognose entspricht aber einem Gewinneinbruch auf ungefähr 4,65 Euro je Aktie.

Wenn man bedenkt, dass der Gewinn 2012 bereits auf diesem Niveau lag, ist die Entwicklung über die Jahre hinweg eher dürftig.

Pfeiffer Vacuum kommt derzeit auf ein KGVe von 27,5.
In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 22,8.

Selbst wenn man das beste Jahresergebnis unterstellt, welches Pfeiffer jemals erzielt hat, läge das KGV aktuell bei 18,3.
Ein Investment kann man also nur rechtfertigen, wenn das Unternehmen zügig auf den Erfolgspfad zurückkehrt. Dafür gibt es aktuell aber keine Hinweise.

Charttechnik

Auch diese Front liefert wenig Positives. Der Aufwärtstrend ist noch intakt, doch zunehmend angeschlagen.

Unterhalb von 130 Euro muss eine Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden. Mögliche Kursziele liegen bei 125 sowie 122 und 116 Euro.
Darunter trübt sich das Chartbild weiter ein.

Gelingt hingegen eine Rückkehr über 130 Euro, entspannt sich die Lage vorerst.

Mehr als 6.000 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.
Sind Sie mit Ihrem Broker wirklich zufrieden? Ich bin bei LYNX.

Chart vom 25.09.2019 Kurs: 128 Kürzel: PFV – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 25.09.2019 Kurs: 128 Kürzel: PFV – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 25.09.2019 Kurs: 128 Kürzel: PFV – Tageskerzen | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon EINFACH ANRUFEN
+41 435086312
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.CH
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN