Börsenblick

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Aktienanalyse:
Mylan: Kaufen, wenn die Kanonen donnern?

Mylan ist einer der weltweit führender Generika-Hersteller und vertreibt mehr als 7.500 Produkte in 165 Ländern.
Die Pipeline umfasst mehr als 1.000 Medikamente und eine noch größere Zahl an Zulassungsverfahren.

Wie ist es zum Abverkauf gekommen?

Das Generika-Zulassungsverfahren in den USA hat sich in den letzten Jahren spürbar beschleunigt.
Die größere Zahl an Konkurrenzprodukten hat die gesamte Branche unter Druck gebracht, denn dadurch waren die Margen zuletzt stark rückläufig.

Da mehr als ein Drittel des Geschäfts auf Nordamerika entfällt, hinterlassen diese Umwälzungen natürlich Spuren.

Mylan wurde dabei besonders hart getroffen, denn für das wichtigste Produkt, den EpiPen, wurden ebenfalls Generika-Versionen zugelassen.

Galt der Sektor in der Vergangenheit als ein sicheres Investment, ist er zuletzt in Ungnade gefallen. Der Aktienkurs von Mylan hat vom Hoch knapp zwei Drittel an Wert verloren.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Der Generika-Markt in den USA dürfte langsam wieder ins Gleichgewicht kommen, mit den niedrigeren Margen wird man sich aber abfinden müssen.

Wahrscheinlich werden sie sogar noch weiter sinken und das Niveau im Rest der Welt erreichen. Ohne den unsäglichen Lobbyismus in den USA wäre die hohe Gewinnspanne von Generika ohnehin nicht möglich gewesen.

Im laufenden Geschäftsjahr dürfte das operative Ergebnis daher stagnieren, erst anschließend soll es wieder um 5-8% p.a. steigen.

Mylan kommt dafür aber auch nur auf eine P/E und forward P/E von 6.
Auf den ersten Blick ist die Bewertung also außerordentlich niedrig.

Bezieht man allerdings die Schulden in die Rechnung mit ein, liegt die echte P/E bei 12. Dieser Wert wird auch auf Cashflow-Basis bestätigt, hier kommt man auf einen Multiplikator von 11.

Das relativiert die Bewertung, bedeutet aber auch, dass Mylan selbst bei einem unveränderten Gewinn jedes Jahr 8-9% des eigenen Börsenwerts für Aktienrückkäufe, Dividende und Tilgung von Schulden aufwenden kann. Das sollte mittelfristig das Minimum sein, was man an Performance erwarten kann.

Dreht bei Mylan das Sentiment und der Gewinn steigt wieder, sind auch schnell Kurse von 40-45 USD möglich. Investoren sollten aber auch Zeit mitbringen.

Charttechnik

Der Abwärtstrend ist weiterhin intakt, die Aktie ist aber auch am unteren Ende des Trendkanals angekommen.
Bei 25 und 23,33 USD liegen maßgebliche Unterstützungen, die der Markt vorwegzunehmen scheint. Bereits zum zweiten Mal hat die Aktie bei 26 USD zur Oberseite gedreht.

Es wäre also durchaus möglich, dass Mylan direkt wieder in Richtung 30 USD zulegt. Über 30 und 32 USD käme es dann zu prozyklischen Kaufsignalen.

Chart vom 04.03.2019 Kurs: 27,45 Kürzel: MYL - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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