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Aktienanalyse:
Krones: Nach Kurssturz 100% Potenzial?

Krones ist ein weltweit führender Hersteller von Maschinen und Anlagen zur Abfüllung und Verpackung von Getränken und flüssigen Nahrungsmitteln.

Was macht Krones?

Das Unternehmen ist auf Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik für PET- und Glasflaschen sowie Getränkedosen spezialisiert.
Zum Angebotsspektrum gehören aber auch umfassenden Dienstleistungsangebote in den Bereichen IT, Fabrikplanung, Montage, Wartung und Logistik.

Zu den Kunden zählen in erster Linie Brauereien, Softdrink-, Wein-, Sekt- und Spirituosenhersteller auf vier Kontinenten.
Krones ist global aufgestellt und erzielt mehr als 90% des Umsatzes im Ausland.

12 Jahre vernichtet

Die aktuellen Kursverluste sind die größten der letzten beiden Jahrzehnte. Die Aktie hat den gesamten Gewinn seit 2007 wieder vernichtet.

Chart vom 15.07.2019 Kurs: 54,40 Kürzel: KRN - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Das ist ein extremes Warnsignal. In den allermeisten Fällen haben Unternehmen, deren Aktien ein Jahrzehnt oder mehr keine Kursgewinne mehr erzielen, tiefgreifende Probleme.

Glücklicherweise lassen sich diese Probleme meist einfach erkennen, jedes Kind wäre dazu in der Lage. Wenn Umsatz und Gewinn seit Jahren stagnieren, dann ist es schließlich kein Wunder, dass die Aktie nicht nachhaltig steigt. Lassen Sie die Finger von derartigen Papieren.

Kleinanleger bezahlen regelmäßig zu viel für diese Rohrkrepierer.

In einigen wenigen Fällen handelt es sich bei den Kursverlusten aber auch um eine Überreaktion.
Im Fall von Krones findet man durchaus Argumente für diese These, denn…

… das Unternehmen hat nicht geschlafen

Die Aktie notiert auf dem Niveau von 2007.

Seitdem ist der Umsatz allerdings von 2,16 Mrd. Euro auf zuletzt 3,85 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 3,25 auf zwischenzeitlich 5,97 Euro je Aktie. Im Vorjahr wurde ein Ergebnis von 4,78 Euro erreicht.

Daraus kann man zwei Rückschlüsse ziehen: Das Unternehmen stagniert nicht und die aktuellen Probleme haben sich bereits angekündigt, denn:

Im vergangenen Jahr legte der Umsatz zwar um 4,4% zu, der Gewinn ist allerdings von 5,97 auf 4,78 Euro je Aktie gesunken. Darüber hinaus zeigte man sich auch beim Ausblick bereits damals nur „verhalten optimistisch“.

Aktuelle Probleme

Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 10,3% auf 983,5 Mio. Euro. Das Ergebnis war um 6,5% auf 1,15 Euro je Aktie rückläufig.
Der Trend des Vorjahres hat sich also fortgesetzt. Die Einnahmen steigen, das Ergebnis sinkt.

Daher war die Prognose für das Gesamtjahr nicht mehr haltbar. Ein ungünstiger Produktmix und die hohen Kosten belasten die Ertragskraft.

Eine Gewinnwarnung jagt die andere, doch der Markt läuft munter weiter. Daraus kann man als Anleger nur einen Schluss ziehen: Vorsicht ist das Gebot der Stunde!

Die Prognose für die EBT -Marge 2019 wurde von 6% auf 3% gesenkt. Das Ergebnis könnte demnach von 4,78 auf 2,70 Euro je Aktie einbrechen.

Das ist ein herber Schlag, doch an den Mittelfristzielen hält Krones unverändert fest. Der Vorstand betrachtet die Probleme also als vorübergehend und hat bereits Maßnahmen ergriffen.

Aktuell kommt Krones durch den Gewinneinbruch auf ein KGVe von 20.

In den zurückliegenden fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 19,1. Kann Krones mittelfristig aber wieder an die alte Ertragskraft anknüpfen kann, entspräche der heutige Kurs einem KGV von 10.

Am Ende ist es wie immer Abwägungssache. Krones hat kaum Schulden und die Branche dürfte auch in Zukunft weiterwachsen. Auf dem aktuellen Kursniveau dürften die Chancen das Risiko deutlich übersteigen.
Es besteht dennoch keine Eile, denn bis die Zahlen wieder besser werden, wird einige Zeit vergehen.

Charttechnik

Zuletzt hatte ich die Aktie im März bei 74,75 Euro empfohlen. Anschließend legte Krones im Hoch auf über 88 Euro zu und die genannten Kursziele wurden erreicht. Damals hatte die Aktie einen Doppelboden ausgebildet und startete wieder.

Genau das ist auch jetzt notwendig: Eine Bodenbildung. Bisher ist die noch nicht abzusehen und daher besteht auch aus charttechnischer Sicht keine Eile.

Es besteht zwar die berechtigte Hoffnung, dass sich zwischen 50 und 55 Euro ein Boden ausbildet, doch zum jetzigen Zeitpunkt ist das keinesfalls sicher. Man kann durchaus darauf spekulieren, sollte die Position allerdings mit einem Stopp absichern.

Gelingt ein Anstieg über 55 Euro, entspannt sich die Lage zunehmend. In diesem Fall wären Kursgewinne in Richtung 60 und eventuell sogar 65-67 Euro möglich.
Sollte es dazu kommen, wird die Aktie dort mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit scheitern.

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Chart vom 15.07.2019 Kurs: 54,40 Kürzel: KRN - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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