Analyse:
Kering: Gap schließen und ab nach oben?

Wo wenn nicht an der Börse Paris sind die großen Luxusgüter-Konzerne zu Hause? Aber von vielen Investoren wird da nur Louis Vuitton Moet Hennessy (LVMH) wahrgenommen, Kering hingegen, „Heimatkonzern“ von Marken wie Gucci, Saint Laurent oder Brioni, steht weit weniger im Rampenlicht. Dabei ist die Aktie keineswegs weniger interessant. Auch hier ist das Wachstum beeindruckend und macht deutlich, dass die Verunsicherung, die vom Handelskrieg und der abkühlenden, geopolitischen Gesamtsituation verursacht wird, bislang nicht zu denen reicht, die sich Luxus leisten können und wollen.

Kering meldete für das erste Halbjahr 2019 ein organisches Umsatzwachstum von 15,3 Prozent, der Gewinn stieg als EBITDA um 19,6 Prozent auf sagenhafte 2,81 Milliarden Euro. Und die Aktie? Fiel als Reaktion auf dieses Ende Juli vorgelegte Zahlenwerk um gut acht Prozent. Das Argument derer, die da ausstiegen: Mit Gucci blieb eines der großen Zugpferde des Konzerns beim Umsatzwachstum ein wenig hinter den Erwartungen zurück, was dazu führte, dass die Umsatzwachstums-Prognose der Analysten, die im Schnitt für das zweite Quartal alleine bei 13,4 Prozent gelegen hatte, „nur“ bei 13,2 Prozent lag. Da Kering nach der ersten, negativen Reaktion auf die Bilanz noch weiter fiel, summierte sich der Abschlag bis Ende August auf in der Spitze 18 Prozent. Weil das Umsatzwachstum hinter dem Komma etwas unter den Prognosen lag? Das schreit danach, sich die Aktie genauer anzusehen:

Expertenmeinung: Was die fundamentale Seite angeht, sollte man sich natürlich immer fragen, ob es nicht für diese harsche Reaktion auf so geringfügig verfehlte Erwartungen einen offensichtlichen Grund geben könnte. Aber das Wachstum ist weiterhin dynamisch und die Aktie nicht ungewöhnlich hoch bewertet. Im Gegenteil, die bekanntere LVMH wird momentan auf Basis der 2019er-Gewinnprognosen mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 24,9 bewertet, Kering ist mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 18,9 deutlich günstiger, wenngleich Kering auf Basis der Prognosen in diesem Jahr „nur“ knapp 11, LVMH etwa 13,5 Prozent im Gewinn pro Aktie zulegen soll. Hier fände sich kein Hinderungsgrund, dass die Aktie ihr im Frühjahr bei 539,80 Euro erreichtes Rekordhoch nicht wieder ansteuern, ggf. sogar überbieten könnte… wenn die Charttechnik den Weg freigibt.

Wobei es in dieser Hinsicht recht gut aussieht. Der Kurs hat nach den Verkäufen als Reaktion auf die „enttäuschende“ Bilanz oberhalb der langfristigen, aus dem Jahr 2016 stammenden Aufwärtstrendlinie (im Chart dick grün markiert) einen Boden gebildet. Jetzt gälte es, die 200-Tage-Linie zu bezwingen, an welcher die Aktie Mitte September noch abgewiesen wurde. Gelingt es, über diese aktuell bei 475 Euro verlaufende Linie hinaus zu kommen, wartet zwischen 484 und 506 Euro der Bereich des „Gaps“, d.h. der Kurslücke, die Ende Juli entstanden war. Tritt der Kurs in den Bereich des Gaps ein, indem er klar über 484 Euro schließt, wäre damit ein positives Signal generiert, das die Chance birgt, dass die Hochs vom Frühjahr und Sommer im Bereich 534 zu 539,80 Euro angesteuert werden.

Chart vom 30.09.2019, Kurs 467,55 Euro, Kürzel KER | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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