Aktienanalyse:
Kurssturz bei Jungheinrich: Wie sollte man jetzt reagieren?

Aktuelle Analyse der Jungheinrich Aktie

Jungheinrich zählt zu den weltweit führenden Lösungsanbietern im Bereich Intralogistik.

Dieser Trend kehrt sich nicht um

Das Unternehmen ist zu einem Key-Player im Bereich Industrie 4.0 aufgestiegen und deckt die gesamte Bandbreite von manuellen bis zu vollautomatisierten Fahrzeugen, Logistiksystemen sowie Dienstleistungen ab.

Es handelt sich ohne jeden Zweifel um ein Zukunftsfeld und eine Wachstumsbranche.

Das lässt sich auch an den Zahlen ablesen. Seit 2010 kletterte der Umsatz von 1,82 auf 3,80 Mrd. Euro und das Ergebnis von 0,82 auf 1,71 Euro je Aktie. Darüber hinaus kam es in den letzten Jahren zu einer klaren Beschleunigung des Wachstums.

Doch wie immer gibt es auch einen Haken: Das Geschäft ist konjunkturanfällig. Trübt sich die wirtschaftliche Lage ein, fahren die Kunden von Jungheinrich & Co ihre Investitionen zurück.
Das kann man aktuell beobachten.

Einbruch

Nach einem guten Start in das laufende Geschäftsjahr verzeichnet Jungheinrich seit kurzem einen deutlichen Rückgang der Investitionstätigkeit seiner Kunden.

Ursächlich hierfür sind die sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen […].

Der Weltmarkt ging kumuliert bis Ende Juni um 5 Prozent zurück. In Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich, schrumpfte der Markt um 7 Prozent. Im isolierten Juni ist der europäische Markt sogar um 16 Prozent zurückgegangen.

Vor diesem Hintergrund und mangels positiver Konjunktur- und Marktsignale erwartet der Vorstand, dass sich dieser Trend auf Jahressicht fortsetzt.

Das ist harter Tobak und ein weiteres Warnsignal für die Wirtschaft.

Die nächste Warnung

Derzeit schreibe ich es tagtäglich, denn tagtäglich erreichen uns neue Gewinnwarnungen.
Neben Jungheinrich sahen sich heute auch Continental, Dürr sowie Klöckner dazu gezwungen die Prognose zu kappen. Das sagt über die Verfassung der Wirtschaft mehr aus, als alle anderen Indikatoren zusammen.

Dax, S&P500 & Co werden nur noch von wenigen, stark gewichteten Aktien an den Hochs gehalten. Zyklische Sektoren und marktbreite Indizes wie der Russel 2000 sind hingegen weit von den Hochs entfernt.

Der gestrige US-Handel ist exemplarisch. Der Nasdaq legte um 0,71% und der S&P500 um 0,28% zu, aber mehr als die Hälfte aller Aktien gaben nach.

Noch aufschlussreicher ist diese Beobachtung: Beide Indizes notieren am Allzeithoch, dennoch überstieg die Zahl der neuen 52-Wochen-Tiefs (188 Aktien) die Zahl der 52-Wochen-Hochs (177 Aktien).

Eine fehlende Marktbreite ist eines der typischen Zeichen für das Ende eines Bullenmarktes. Erhöhte Vorsicht ist also das Gebot der Stunde.

Ausblick und Bewertung

Jungheinrich rechnet im laufenden Jahr mit einem niedrigeren Auftragseingang, der Umsatz dürfte dennoch in der bisher prognostizierten Bandbreite von 3,85-4,05 Mrd. Euro liegen.

Die Prognose für das EBT wurde jedoch von 250-270 auf 215-235 Mio. Euro gesenkt.

Das ist unerfreulich, jedoch kein dramatischer Einbruch, denn im Vorjahr lag das EBT bei 249 Mio. Euro.

Die neue Prognose entspricht einem Gewinn von 1,50-1,65 Euro je Aktie. Jungheinrich käme in diesem Szenario auf ein KGVe von 13,1 – 14,3.

In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 18,1.
Die Aktie wurde also doppelt abgestraft, zunächst für den sinkenden Gewinn und dann durch ein niedrigeres KGV.

Das ist an der Börse die Normalität und geschieht in beide Richtungen. Was wird also geschehen, wenn Jungheinrich mittelfristig 2,00 Euro je Aktie und mehr verdient? Das KGV dürfte wohl wieder über 20 und die Aktie die alten Rekordhochs steigen.

Die Bewertung erscheint attraktiv, denn das aktuelle Kursniveau spiegelt das mittel- bis langfristige Potenzial des Unternehmens nicht wider. Das zeigt auch der Blick auf die Kennzahlen abseits des KGV.

Charttechnik

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich nahe 21,50 Euro ein Doppelboden ausbildet. Antizyklische Investoren sollten dennoch einen Einstieg in Tranchen erwägen.

Der heutige Handel stimmt ebenfalls positiv, denn die erste Panik wurde aufgefangen und zum Kauf genutzt. Oberhalb von 21 Euro ist die Kuh vorerst vom Eis. Über 21,50 Euro wäre eine Erholung in Richtung 22,40 sowie ein Gapclose denkbar.

Fällt die Aktie hingegen unter 21,00 Euro, droht eine Ausdehnung der Korrektur bis 20,00 Euro.

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Chart vom 23.07.2019 Kurs: 21,60 Kürzel: JUN3 - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 23.07.2019 Kurs: 21,60 Kürzel: JUN3 - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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