Aktienanalyse:
Henkel Vz.: Wird die 200-Tage-Linie zum Sprungbrett?

Aktuelle Analyse der Henkel Aktie

Von der Branche her mag Henkel für Trader ein eher weniger fesselndes Unternehmen sein, aber die Aktie ist durchaus spannend. Der Kurs bewegt sich in dem aktuellen, im Juni begonnenen Aufwärtstrendkanal immerhin in einer Spanne von 20 Prozent und bot dabei schon die eine oder andere Trading-Chance. Und aktuell muss sich entscheiden, ob die Aktie die obere Begrenzung des Kanals bei aktuell 96,80 Euro ansteuert oder aber die Chance, die am Dienstag gelungene Verteidigung der im Chart dick schwarz markierten 200-Tage-Linie als Sprungbrett zu nutzen, vertan wird.

Dass es überhaupt zu diesem Touchdown auf der 200-Tage-Linie auslösenden Rücksetzer kam, dürfte an der Kombination aus zwei Aspekten liegen. Zum einen, an einer Ende vergangener Woche lancierten Meldung, dass der bisherige Vorstandschef überraschend ausscheidet und zum anderen an dem Umstand, dass der Kurs da gerade die obere Begrenzung des Trendkanals erreicht hatte und daher einige Akteure ihre Gewinne mitnehmen wollten. Aber wie geht es jetzt weiter? War dieser Rücksetzer ein Warnschuss oder wird er zur Basis für eine Bestätigung der im Sommer begonnenen Aufwärtsbewegung?

Expertenmeinung: Grundsätzlich ist es positiv, dass diese Linie gleich zweimal gehalten wurde, am vergangenen Freitag ebenso wie gestern. Aber ob das ausreicht, um Henkel wieder an das obere Ende des Trendkanals und womöglich darüber hinaus zu befördern, wird von zwei anderen Aspekten abhängen. Zum einen, ob der Gesamtmarkt wieder in eine nervöse Phase eintritt. Denn dann wären Aktien wie Henkel für all diejenigen interessant, die versuchen, ihre Portfolios mehr defensiv zu gestalten und daher Marken-Konsumgüterhersteller wie Henkel als relativ sicheren Hafen ansehen.

Zum anderen wird es auf die in gut zwei Wochen, am 14. November, erwarteten Ergebnisse des dritten Quartals ankommen. Im zweiten Quartal hatte Henkel enttäuschende Ergebnisse auf den Tisch gelegt, die Reaktion darauf führte Mitte August zum letzten markanteren Zwischentief knapp unter 83 Euro. Nur gehaltener Umsatz, Gewinnrückgang um knapp zehn Prozent und die Senkung der Jahres-Umsatzprognose von zuvor plus zwei bis vier auf null bis plus zwei Prozent, das war ernüchternd. Seither hat Henkel den Level, den der Kurs vor dieser schwachen Quartalsbilanz innehatte, wieder erreicht. Ob ein solcher Rebound erneut gelingt, sollte auch die Bilanz des dritten Quartals mager ausfallen, ist zu bezweifeln – es sei denn, die Angst vor einem nach unten abdrehenden Gesamtmarkt würde überwiegen. Fazit:

Gleich mehrere Aspekte können die Aktie in den kommenden Wochen markant beeinflussen. Daher wäre es sinnvoll, sich an der gerade verteidigten, aktuell bei 88,85 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie zu orientieren. Sollte die brechen, wäre es zu überlegen, spekulative Long-Positionen sicherheitshalber glattzustellen. Wer weniger kurzfristig und/oder risikofreudig agiert, hätte mit der unteren Begrenzung des Trendkanals an sich, aktuell bei 85,20 Euro, eine sinnvolle Orientierung für einen Stoppkurs.

Chart vom 29.10.2019, Kurs 91,78 Euro, Kürzel HEN3 | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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