Aktienanalyse:
BlackRock: Sekt … oder doch Selters?

Aktuelle Analyse der BlackRock Aktie

BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt. Und börsennotiert. Dementsprechend legt BlackRock auch Bilanzzahlen vor, seiner Struktur entsprechend zeitlich immer früh in der US-Bilanzsaison, zusammen mit den Banken. Am Dienstag kamen diese Ergebnisse vor Handelsbeginn auf den Tisch und wurden positiv aufgenommen, immerhin hieß es, das Unternehmen habe die Analystenprognosen klar übertroffen.

Was auch richtig ist: Der Gewinn pro Aktie lag mit 6,61 US-Dollar deutlich über der durchschnittlichen Prognose von 6,02 US-Dollar. Und der Umsatz übertraf die Expertenerwartungen (3,28 Mrd. US-Dollar) mit 3,35 Milliarden US-Dollar ebenfalls. Bevor man da aber euphorisch wird, sollte man sich immer entsinnen:

Will man beurteilen, ob ein Unternehmen auf einem positiven Weg ist, ist der in den USA immer gezogene Vergleich der Zahlen zu den Analystenerwartungen untauglich. Entscheidend ist, wie sich die Ergebnisse im Vergleich zu einem repräsentativen Vergleichszeitraum darstellen, also zum selben Quartal des Vorjahres. Und da sieht es keineswegs so bullisch aus, denn:

Expertenmeinung: Im ersten Quartal 2018 hatte BlackRock 6,70 US-Dollar pro Aktie verdient und damit mehr als im jetzt beendeten Quartal. Und der Umsatz lag damals mit 3,58 Milliarden US-Dollar ebenso höher als die 3,35 Milliarden des ersten Quartals 2019. Dass die Analysten in den USA gezielt niedrig schätzen, um den Anlegern den Eindruck zu vermitteln, dass die Unternehmensgewinne immer weiter steigen und es deswegen viele Gründe zum Einstieg, aber keine zum Ausstieg gäbe, ist bekannt.

Trotzdem nehmen die US-Anleger diese Scharade bereitwillig an, denn das vermittelt genau das gute Gefühl, das man als Anleger haben möchte. Wenn man bedenkt, dass man dort mehr noch als in Europa schon fast Meister darin ist, jedwede Risiken als nicht vorhanden einzuordnen, wundert das nicht. Die Frage ist indes immer, was die tun, die dieses Spiel durchschauen und aussteigen, wenn die erste Reaktion vorüber ist. Und gerade bei der BlackRock-Aktie ist das jetzt entscheidend, denn die Käufe als Reaktion auf die vermeintlich grandiose Bilanz haben den Kurs an einen entscheidenden Punkt getragen: an die mittelfristige Abwärtstrendlinie.

Am Mittwoch gelang es, erste Gewinnmitnahmen aufzuholen, so dass die Aktie in unmittelbarer Reichweite dieser derzeit bei 470 US-Dollar verlaufenden Linie verbleibt. Wichtig wäre, auch die obere Begrenzung des Ende Dezember etablierten Aufwärtstrendkanals im Auge zu behalten. Die wartet derzeit bei 480 US-Dollar und wäre, falls die Bullen den Abwärtstrend überwinden, die nächste „natürliche Marke“, um angesichts der überkauften Markttechnik und der de facto nicht umwerfenden Bilanz über Verkäufe nachzudenken. Da die Aktie erst unter 430 US-Dollar bärisch würde und damit einiges an Spielraum nach unten existiert, der im Zuge eines Rücksetzers ausgenutzt werden könnte, wäre der Gedanke an Gewinnmitnahmen für diejenigen, die hier Long engagiert sind, zumindest naheliegend.

Chart vom 17.04.2019, Kurs 467,49 US-Dollar, Kürzel BLK | LYNX Aktienempfehlungen

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