Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Aurubis: Jetzt nach Kurshalbierung zuschlagen?

Aurubis ist einer der weltweit führenden Kupferproduzenten und Kupferrecycler.

Das Unternehmen stellt aus Kupferkonzentrat und Recyclingmaterialien hochreines und hochwertiges Kupfer her. Altkupfer und diverse andere Recyclingmaterialien werden so wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt.

Dr. Kupfer

Kupfer gilt als einer der zuverlässigsten Wirtschaftsindikatoren, da das Material in nahezu jeder modernen Gerätschaft steckt.

Kühlt sich die Konjunktur ab, sinkt der Preis.

Jedem Anleger, der sich mit makroökonomischen Überlegungen beschäftigt, kann ich nur nahelegen, immer ein Auge auf den Kupferpreis zu haben.

Das Metall reagiert in den allermeisten Fällen bereits lange, bevor Probleme anhand von Wirtschaftsdaten erkennbar sind. Sie werden schließlich erst im nachhinein gemeldet.

Über die aktuelle Situation sagt Kupfer folgendes aus: Das träge Wirtschaftswachstum wird sich wohl vorerst fortsetzen.

Umgekehrt lassen sich aber natürlich auch Schlussfolgerungen ziehen, die Aurubis betreffen: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die weltweite Konjunktur bald spürbar anziehen wird.
Dementsprechend dürfte auch bei Kupfer wenig Potenzial vorhanden sein und das ist von zentraler Bedeutung für Aurubis und den Unternehmensgewinn.

Ausblick gekappt

Der Kupferpreis pendelt seit Jahren seitwärts und das lässt sich auch an den Zahlen von Aurubis ablesen.

Der Umsatz stagniert seit 2010 weitgehend und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 10,42 Mrd. Euro. Zwischenzeitlich waren es auch schon 13,79 Mrd. Euro.

Der Gewinn ist im selben Zeitraum von 7,93 auf 6,46 Euro je Aktie gesunken. Die Schwankungsbreite ist allerdings enorm und reicht von Minus 3,41 bis Plus 8,51 Euro je Aktie.

Der freie Cashflow liegt in den meisten Jahren weit unter dem Gewinn und ein Großteil der erwirtschafteten Mittel müssen reinvestiert werden, ohne dadurch ersichtlichen Mehrwert zu generieren.

Für Investoren sicherlich keine wünschenswerte Gemengelage.
Die jüngsten Quartalszahlen machen es nicht besser.

Das operative EBT ist im ersten Halbjahr von 186 Mio. Euro auf 103 Mio. Euro gesunken und die Prognose musste gekappt werden.
Aurubis erwartet nun einen deutlichen Rückgang des operativen EBT.

Die Probleme waren aber bereits im ersten Quartal absehbar. Der Umsatz war in den ersten drei Monaten um 9% und der Gewinn um 50% gesunken.

Warum hat der Vorstand nicht schon damals den Ausblick revidiert? Man wusste doch bereits, wie man in das zweite Quartal gestartet war.

Der Gewinn dürfte also von 6,46 auf 4,40 Euro je Aktie fallen. Das KGV steigt im Gegenzug von 6,6 auf 9,8.

Das ist zwar kein hoher Wert, in der Vergangenheit gab es aber auch Zeiten, in denen der Aktie nur die Hälfte zugestanden wurde. Das muss nicht wieder passieren, zeigt aber was möglich ist – abgesehen von einem noch weiter sinkenden Gewinn.

Charttechnik

Das beste Argument für die verbliebenen Bullen liefert der Chart. Der jüngste Abverkauf wurde am langfristigen Aufwärtstrend gestoppt. Nach der Kurshalbierung wäre eine Erholung durchaus möglich und es besteht die Chance, dass sich am Aufwärtstrend ein Boden ausbildet.

Erste positive Signale ergeben sich oberhalb von 45 Euro. In diesem wäre der Weg in Richtung 49 und 51 sowie 55 Euro frei.

Solange das nicht gelungen ist, sollte man mit erhöhter Vorsicht agieren.  Rutscht die Aktie unter 40 Euro, trübt sich die Lage weiter ein.

Chart vom 29.04.2019 Kurs: 42,92 Kürzel: NDA - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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